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10.02.2026, 20.00 Uhr

Gare du Nord, Basel

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PS: and the trees will ask the wind

DSC5850 Roya Noorinezhad sw web

Das Stück wurde 2020 ausgehend von sozial-politischen Ereignissen im Iran komponiert und setzt sich inspiriert von der Lektüre Jan und Aleida Assmanns zum Thema Erinnerungskultur musikalisch, szenisch-theatralisch mit unterschiedlichen Erscheinungsformen von Erinnern und Vergessen auseinander.

 

Es geht um ein bis jetzt nicht aufgeklärtes katastrophales Ereignis: Das Stück ist eine Art forensische Spurensuche und arbeitet mit verschiedenen Abstufungen von Dunkelheit und Licht, von absoluter Dunkelheit bis zum Blenden des Publikums durch die Strahlen der Taschenlampen in der Dunkelheit. So wird das Licht zum kompositorischen Material und symbolisiert unter anderem die Aufdeckung und Aufforderung zur Erinnerung, welche auf der Seite der Opfer entsteht. Dem gegenüber steht der nachdrückliche Vergessens- und Verdeckungswunsch auf der Seite von Politik und Täter*innen, der metaphorisch durch das Werkzeug Malerspachtel, als Objekt-Instrument, dargestellt wird. Durch eine starke Abstraktion der dokumentarischen Materialien erhält das Stück unabhängig vom konkreten historischen Bezug eine allgemeine, leider für die gesamte Entwicklung der Weltsituation aktuelle Relevanz.

Mit

Phoebe Bognár (Bassflöte), Adam Woodward (Violine), Miguel Ángel García Martín (Objekte), Joachim Heintz (Klangregie), Elnaz Seyedi (Videoregie, Konzept und Komposition), Ehsan Khatibi (Lichtregie, Konzept und Komposition)

Programm

Elnaz Seyedi und Ehsan Khatibi: «PS: and the trees will ask the wind» (2020) für Bass Flöte, Violine, Schlagzeug, Audio- und Videozuspielung

Tickets sind über Gare du Nord verfügbar.

Bild: Roya Noorinezhad

Mit der Unterstützung vom Swisslos-Fonds Basel-Stadt